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Behindertenbeauftragte des Bezirks Oberbayern

Behindertenbeauftragte des Bezirks Oberbayern Claudia Hausberger und Jan Halbauer sind die Behindertenbeauftragten des Bezirks Oberbayern.

Die Behindertenbeauftragten des Bezirks Oberbayern setzen sich für die Belange von Menschen mit Behinderung ein. Sie bringen behinderungspolitische Anliegen in die Arbeit des Bezirks Oberbayern ein und regen Maßnahmen zur besseren Inklusion von Menschen mit Behinderung an. Die Behindertenbeauftragten werden alle fünf Jahre nach der Konstitution des Bezirkstags aus den Reihen der Bezirksräte gewählt.

Die aktuellen Behindertenbeauftragten des Bezirks Oberbayern sind:

Claudia Hausberger

Jan Halbauer


Informationsveranstaltung zum Thema örtliche Teilhabe- und Aktionspläne


Die beiden Beauftragten für die Belange von Menschen mit Behinderung Claudia Hausberger und Jan Halbauer haben am 7. Juni 2016 die oberbayerischen Bezirksräte zur Information über den Status Quo der örtlichen Teilhabe- und Aktionspläne in den Landkreisen und kreisfreien Städten eingeladen.

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Die Sozialverwaltung des Bezirks Oberbayern ist an verschiedenen örtlichen Prozessen der Teilhabeplanung und zur Erstellung von Aktionsplänen in Oberbayern beteiligt. Sie ist Mitglied in den zuständigen Steuerungsgruppen der einzelnen Landkreise sowie kreisfreien Städte und verfolgt das Ziel, ein inklusives Gemeinwesen unter den spezifischen Bedingungen der Landkreise bzw. der kreisfreien Städte unter Federführung der Kommunen zu verwirklichen.

Als fachkundige Referenten konnten Frau Tobolar-Karg, Frau Simba und Herr Neudorfer aus der strategischen Sozialplanung der Bezirksverwaltung gewonnen werden, die zu Beginn auf die Komplexität des Prozesses hinwiesen, weil es keine Musterlösung bei den örtlichen Teilhabeplanungen gibt und die oberbayerischen Landkreise ihren Bedürfnissen entsprechend eigene Schwerpunkte setzen. In der Praxis ist es aber so, dass der ausgearbeitete Aktionsplan ein strategisches Handlungsprogramm ist, das in erster Linie den örtlichen Sozialverwaltungen bei der Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention helfen soll.

Wesentliches Ziel ist die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention mit der Zielperspektive ein inklusives Gemeinwesen zu schaffen, das alle Arten der Behinderung - körperliche, geistige und seelische Behinderungen- inkludiert.

Inklusion an oberbayerischen Grund- und Mittelschulen


Beim vierten Treffen der oberbayerischen Beauftragten für Menschen mit Behinderung konnten die Beauftragten des Bezirks neben Bezirkstagspräsident Josef Mederer und den Mitarbeitern der Bezirksverwaltung Bertenbreiter, Roth sowie Neudorfner auch den Referenten Matthias Pirkl von der Regierung von Oberbayern begrüßen. Herr Pirkl leitet dort das Sachgebiet Volksschulen, Unterricht und Schulpädagogik. Thema des Nachmittags war der Fortschritt der Inklusion an oberbayerischen Grund- und Mittelschulen.

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In seinem Grußwort unterstrich Bezirkstagspräsident Mederer zunächst, dass in einem inklusiven Schulsystem die baulichen und pädagogischen Rahmenbedingungen so gestaltet sein sollten, dass keine Schulbegleiter mehr nötig sind. Derzeit werden Schulbegleiter durch den Bezirk Oberbayern finanziert, wenn bei einem Schüler der Bedarf für eine solche Begleitung besteht.

Referent Matthias Pirkl forderte zu Beginn seines Vortrags eine generelle Stärkung der Akzeptanz und der inklusiven Schulentwicklung allgemeiner Schulen. Insbesondere Förderschulen mit spezifischen sonderpädagogischen Förderschwerpunkten seien nicht nur Lernorte mit eigenen Bildungsangeboten, sondern auch Förder- bzw. Kompetenzzentren mit sonderpädagogischen Angeboten für und in den allgemeinen Schulen. Sie sind als solche Teil des inklusiven Schulsystems.

Zum Thema Schulen mit Schulprofil Inklusion stellte Pirkl fest, dass dort den Bedürfnissen von Kindern und Jugendlichen mit sonderpädagogischem Förderbedarf in besonderem Maße Rechnung getragen wird. Es handle sich daher um keine neue Schulart. Zudem werde der Auftrag an alle Schulen zum gemeinsamen Unterricht und zur inklusiven Schulentwicklung durch Schulen mit dem Schulprofil Inklusion nicht eingeschränkt. Diese sollen jedoch „Motor der Entwicklung“ sein und die inklusive Schulentwicklung aller Schulen durch gelingende Beispiele stärken und beschleunigen.

Im weiteren Verlauf seines Vortrags ging Matthias Pirkl konkret auf den sonderpädagogischen Förderbedarf ein. Hier verwies er auf den Sonderpädagogen Prof. Otto Speck: “Die Feststellung eines sonderpädagogischen Förderbedarfes stellt eine bedeutende Maßnahme für den Bildungsweg eines Schülers dar, die eine sorgfältige Abwägung erfordert. Sonderpädagogischer Förderbedarf ist individuell unterschiedlich ausgeprägt und liegt immer in einem oder auch in mehreren Förderschwerpunkten vor.“

Wichtig für Eltern ist in diesem Zusammenhang, dass es seit 2015 in jedem Landkreis eine Inklusionberatungsstelle gibt. Diese soll aufklären und ergebnisoffene Beratung dazu leisten, welcher schulische Lernort der richtige für das Kind zum jeweiligen Zeitpunkt ist. 

Barrierefreie Bahnhöfe


Für das dritte Treffen der kommunalen Beauftragten für Menschen mit Behinderung in Oberbayern konnten die beiden Beauftragten des Bezirks, Claudia Hausberger und Jan Halbauer, den Qualitäts- und Mobilitätsbeauftragten der DB Bayern Karl Heinz Holzwarth als Referenten gewinnen. Das Treffen fand am 10. November 2015 in der Münchner Bezirksverwaltung statt.

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In seinem Eingangsreferat erörterte Karl Heinz Holzwarth den Fortschritt beim barrierefreien Ausbau der bayerischen Bahnhöfe. In den Jahren 2009 bis 2013 wurden rund 400 Millionen Euro in den Bereich Barrierefreiheit investiert. Von 1017 Anlagen seien derzeit 393 barrierefrei. Hiermit erreiche man 80% der Fahrgäste.

Der Qualitäts- und Mobilitätsbeauftragte der DB Bayern erklärte weiter, dass man den Service MobiService dringend ausbauen müsse und sich mit den Wohlfahrtsverbänden in Gesprächen befindet, um diesen Dienst weiter zu verbessern. Bisher garantiere ein barrierefreier Bahnhof nicht automatisch, dass mobilitätseingeschränkte Menschen auch wirklich in den Zug einsteigen können. Es fehlen Rampen oder andere Lösungen, die dieser Problematik gerecht werden.

Die Behindertenbeauftragten des Bezirks Oberbayern fordern deshalb, dass man sich nicht nur auf den Ausbau der Bahnhöfe beschränkt, sondern ein Gesamtkonzept entwickelt, das jeden Menschen an jedem Bahnhof alle Züge benutzen lässt. Die Ausgrenzung im Öffentlichen Personennahverkehr muss endlich beendet werden.

Hintergrund: Mit der Leistungs- und Finanzierungsvereinbarung (LuFV) besteht ein Vertrag zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Deutschen Bahn über die Instandhaltung der Eisenbahn-Infrastruktur des Unternehmens. Zum 01.01.2015 ist die LuFV II mit einer Laufzeit von fünf Jahren (2015 bis 2019) in Kraft getreten. Nach ihr stehen in diesem Zeitraum insgesamt rund 20 Mrd. Euro für Ersatzinvestitionen in das Bestandsnetz zur Verfügung. Hier wird dann mit dem Freistaat Bayern eine Priorisierung der Bahnhöfe und Aufgaben durchgeführt, für welche die Gelder verwendet werden.

Treffen der oberbayerischen Behindertenbeauftragten in der Bezirksverwaltung


Beim Treffen der oberbayerischen Behindertenbeauftragten am 1. Juli 2015 in der Bezirksverwaltung in München fand eine Präsentation zum Thema "Offene Behindertenarbeit" statt.

Download der Präsentation

Präsentation zur Offenen Behindertenarbeit (OBA)

PDF (PDF, 589 KB)

Informationsveranstaltung der Behindertenbeauftragten in Rosenheim


Am 8. Juli 2015 waren Mitarbeiter von Einrichtungen und Diensten sowie Betroffene und deren Angehörige in Rosenheim zu einem Austausch eingeladen. An dem Treffen nahmen auch Vertreter des Teilhaberates Rosenheim und mehrere Bezirksräte teil. Inhaltlicher Schwerpunkt waren aktuelle Fachthemen der Eingliederungshilfe. Mitarbeiter des Bezirks Oberbayern informierten unter anderem über Werkstätten und Förderstätten für Menschen mit Behinderungen sowie das Persönliche Budget.

Download der Präsentationen

Präsentation zum Persönlichen Budget

PDF (PDF, 470 KB)

Präsentation zu Werkstätten und Förderstätten

PDF (PDF, 993 KB)

Satzung Behindertenbeauftragte Bezirk Oberbayern

PDF (PDF, 199 KB)

Publikationen